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MSS Freedom nach dem Easyglider
#1
Hallo,

auf der Suche nach einem Nachfolgemodell für meinen Easy Glider bin ich auch auf den 4-Klappen Segler „Freedom“ gestoßen. Die Spannweite beträgt ca. 2590mm , Länge 1170mm, Gewicht ca. 1900g. Der Rumpf ist aus GFK, die Flächen aus Styro Balsa gefertigt. „BK MSS FREEDOM GLIDER“

   

Von der Beschreibung und Preis passte er genau zu meiner Vorstellungen eines Nachfolgemodells zum Easy Glider. Meine Erwartungshaltung war besseres Thermikverhalten und mehr Grundgeschwindigkeit.

Zu Gute kam dem Modell noch die ARTF – Ausführung, sowie der eingebaute BL Außenläufer wie der im Lieferumfang enthaltene Spinner und Klappluftschraube. Da sich meine Bauerfahrung bei Seglern auf den EG beschränkte wollte ich beim ersten Modell dieser Bauweise nicht komplett von vorne anfangen.

Als Servos für die 4 Klappen wählte ich 4 Stück Futaba S3150 welche sich mit einer Breite von 10.8mm hervorragend für den Einbau in den schon vorgesehenen Servoschächten eigneten. Für Seite und Höhe kamen HS 85 MG von Hitec zum Einsatz.

Die Gestänge für die Wölbklappen bog ich nicht wie in der Bauanleitung beschrieben, sondern befestigte das Gestänge servoseitig durch einen Gestängeanschluss mit Wurmschraube. Dadurch passten die mitgelieferten Servoschachtabdeckungen nicht mehr. Eine etwas größere Abdeckung war jedoch leicht zum Auftreiben.
Die Servos selbst umwickelte ich mit Klebeband und wurden in die Schachtabdeckung eingeklebt. Nächstes Mal werde ich sie besser einschrumpfen und mit 5 Minuten Epoxy einkleben, oder entsprechende Servohalterungen kaufen. Glaube kaum, dass ich sie mit der Klebeband – Methode jemals wieder aus dem Schacht herausbekomme.

Die beiden Steckverbindungen des Pendel – Höhenleitwerks wurden auf einer Ruderfläche eingeklebt. Damit die zweite Ruderfläche hält habe ich einen der Steckverbindungen (Metallstift) leicht verbogen, dadurch bleibt die Verbindung auf Spannung und hält recht gut. In der Anleitung sollte ein Stück Schaumgummi beim Zusammenstecken beigelegt werden. Diese Befestigungsmethode war mir jedoch zu unsicher.

   

Die beiden Tragflächen werden durch einen 8mm Kohlestab und zwei kleinen Arretierungsbolzen mit den Rumpf verbunden. Damit die Tragflächen halten wird ein kurzes Gummiband mitgeliefert welches die Flächen zusammenhalten soll. Wählt man die Befestigungsmethode so wie in der Anleitung beschrieben, lösen sich die Tragflächen schon beim Anschauen vom Rumpf . Damit die Flächen besser halten habe ich vor den Servos für das Höhen- und Seitenruders senkrecht einen abgewinkelten Metall-Stab eingeklebt. Über diesen kann ich von innen das Gummiband spannen. Damit halten die Flächen zumindest zufriedenstellend.

   

Als Stromversorgung verwende ich eine 3S Lipo mit 2500mAh in Verbindung mit einem 55A Regler von Align. Dieser ist mir bei einem T-REX500 übriggeblieben.

Wie schon kurz vorher angesprochen habe ich auf diesem Sektor des Modellbaus noch sehr wenig Erfahrung und habe somit gute 20 Stunden für den Zusammenbau und die grundlegenden Einstellungen benötigt.

   

Zu den Flugeigenschaften:

Wie üblich fuhr ich sehr zeitig auf unseren Flugplatz um den neuen Segler bei wenig Wind (ca. 10-15kmh) den Erstflug zu gönnen. Dieser war sehr ernüchternd. Weit entfernt von dem entspannten Fliegen wie mit dem EG.
Zuerst einmal mit den Ruderausschlägen der Anleitung geflogen. Quer- und Wölbklappen passen halbwegs nach Anleitung. Das Seitenruder jedoch hatte viel zuwenig Ausschlag, damit brachte ich den Segler fast nicht um die Ecke. Genauso ist die angegebene Tiefe bei der maximalen Butterfly-Stellung viel zu wenig. Nach Korrektur dieser Einstellungen ließ er sich doch etwas einfacher fliegen.
Ungewohnt war für mich der exzessive Einsatz des Seitenruders. Dieses benötige ich beim EG fast überhaupt nicht. Beim Freedom klappt ohne Seite fast gar nichts. Bin es zwar vom Helifliegen gewohnt. war jedoch trotzdem eine Umstellung beim Segelfliegen.
Nachtrag: Habe nun den Schwerpunkt noch ein bisschen weiter nach vorne gelegt (Akku ein Stückchen weiter nach vorne), und siehe da – er fliegt sich weitaus besser.

Mit der vorhandenen Motorisierung ist ein angenehmer Steigflug möglich. War mit jeder Akkuladung so ca. 1 Stunde in der Luft, das ist für mich absolut OK, obwohl noch kein einziges Mal thermisch wirklich was los war.
Nach einigen Akkuladungen macht dieses Ding immer mehr Spaß. Die Landung mit voll ausgefahrenen Klappen ist ein Kinderspiel. Ohne Klappen gleitet er ewig. Bei wenig bist fast gar keinen Wind sieht man schon jetzt die guten Gleiteigenschaften. Wind mag er eher nicht.

Alles in allem glaube ich einen guten Thermikflieger mit guten Gleiteigenschaften angeschafft zu haben, der EG kommt immer seltener zum Einsatz.

Freue mich auf jeden Fall schon auf ein bisserl Thermik.

Liebe Grüße
SDX(OS50,GY520+BLS251,TS BLS 452)
SDX V-Dominik H.(OS55,GY520+BLS254,TS BLS 253) Alu Kopf
Pace F4E (3150 / Drive 510 Koby)
T-Rex 500 GF/Freedom/EasyGlider

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#2
Hallo Helichris,

ich hab ihn mir auch zugelegt und nach einiger Zeit naht nun der Erstflug. Hast du mal die EWD nachgemessen? Ausserdem würde mich interessieren wie du die 47mm für die Neutrallage des HLW gemessen hast (Unterkante des HLW oder Endleiste?).

LG
Prero
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#3
Hallo Prero,

das ist jetzt schon so lange her als ich diesen Flieger zusammenbaute. Wenn Du willst, nehme ich den Flieger mal wieder mit, und Du kannst Dir die Details anschauen. Bin auf jeden Fall am Samstag ab 10:00 am Platz --- nicht vergessen Easy-Glider Bewerb.

Melde Dich einfach!

lg
Chris
SDX(OS50,GY520+BLS251,TS BLS 452)
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#4
Hallo Helichris,

das wäre super! Am Samstag bin ich sicher auch dabei.

LG Prero
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#5
@Prero: Hast Du den Erstflug nun schon hinter Dir?

lg
Chris
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#6
Hallo Chris,

leider nein, aktueller geplanter Termin für den Lift off ist Do. Abend. Berichte dann wie es war.

LG Prero
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#7
Hallo,

Gestern Abend wars so weit, Erstflug mit dem Freedom. Nachdem ich zusätzlich zu dem 3700er-Akku 150g Blei in die Nase geklebt hatte, konnte ich den Schwerpunkt auf 89mm einstellen. Die EWD habe ich mit 1° gemessen (ergibt sich bei meiner Interpretation der Bauanleitung).
Nach dem Checken aller Funktionen erfolgt der Start. Der Freedom ging ohne Probleme in den Steigflug und gleitete nach 2 Zacken zusätzlich Tiefe wunderschön am Abendhimmel. Bei der zwar schönen aber wohl etwas härteren Landung brach der Kohlestab der als Flächenverbinder verwendet wird. Sonst gab es keine Schäden. Ich freue mich schon auf viele schöne Sommertage in Markgrafneusiedl Smile

Prero
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#8
Hallo Prero,

na dann, herzlichen Glückwunsch zum Erstflug. Freut mich für Dich, dass der Erstflug geklappt hat. Wirst noch viel Freude mit dem Flieger haben! Ist zwar nicht ganz so gutmütig wie der EG, aber noch immer gemütlich zum Fliegen.

Mit dem 3700er sollten ja mindestens 3-4 Minuten Steigflug drinnen sein, ich fliege mit 2500er oder 2200er, da habe ich so ca. 2-2:30 Minuten Vollgaszeit.

Der gebrochene Kohlestab sollte ja zum Auftreiben sein. Wie haben es Deine Flächenhalterungen überstanden? Sind sie bei der Landung aufgegangen?

lg
Chris
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#9
Hallo Chris,

den Kohlestab hab ich schon besorgt....
Die Flächenhalterung ist aufgegangen. Durch den gebrochenen Kohlestab hat sich die Fläche vom Rumpf getrennt und der MPX Stecher für die Servos ist ebenfalls aufgegangen. Die Fläche lag nach der Landung unbeschädigt 1/2m vom Rumpf entfernt. Bei einer normalen Landung hoffe ich dass das nicht passiert. Werde das am WE bzw. nächste Wo. testen.

LG Prero
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